Jeder Wohnungsbesitzer in Montreux steht irgendwann vor derselben Weggabelung: Nacht für Nacht auf Airbnb vermieten oder langfristig verleasen? 2026 ist diese Frage so brisant wie seit Jahren nicht mehr, denn der Kurzzeitmarkt an der Schweizer Riviera hat sich leise verändert. Die Nachtpreise sind weiterhin stark — Sommerraten für gute Objekte liegen bei CHF 150–400, und Top-Inserate gehen deutlich höher —, doch die Auslastung sinkt. In Montreux und Vevey fiel die durchschnittliche Auslastung im Jahresvergleich um rund 11–18 % zurück, während die Nachtpreise stabil blieben, was den Umsatz pro verfügbarer Nacht (RevPAR) um rund 15 % drückte.

Das heisst nicht, dass Kurzzeitvermietung tot ist. Es heisst, dass die beiden Optionen heute näher beieinander liegen als früher, und die richtige Antwort hängt von Ihrer Immobilie, Ihrer Zeit und Ihrem Ziel ab. Dieser Leitfaden legt für einen Eigentümer in Montreux, der zwischen den beiden abwägt, die ehrlichen Zahlen auf den Tisch.

Kurzantwort: Kurzzeitvermietung hat weiterhin die höhere Obergrenze — eine gut geführte Riviera-Wohnung kann in einem starken Jahr brutto CHF 50.000–80.000 erzielen —, verlangt aber echte Arbeit, und die Auslastung sinkt. Langzeitvermietung liefert ein tieferes, nahezu garantiertes und fast aufwandsfreies Einkommen (typischerweise CHF 26.000–42.000 für eine Familienwohnung). 2026 ist für Eigentümer ohne Zeit oder Lust auf Gästewechsel die Langzeitvermietung unter guter Verwaltung zunehmend die rationale Standardwahl.

Modernes Wohnungsinterieur in Montreux

Was der Riviera-Markt 2026 sagt

Betrachtet man die Juli-2026-Zahlen für Montreux und Vevey (AirROI Atlas-Marktdaten), sticht eine Tatsache hervor: Die Preise hielten, die Nachfrage schwächte sich ab.

Juli 2026MontreuxVevey
Mediane Nachtpreis~CHF 233~CHF 199
Auslastung47 % → −11 % YoY39 % → −18 % YoY
RevPAR-Änderung YoY−15 %−13 %

Das Muster ist konsistent: Die Winterauslastung an der Riviera fällt auf 25–37 %, und viele Eigentümer sperren ihr Inserat nun monatelang, statt es im Preis zu senken. Kurzzeiteinkommen wird zunehmend zu einem Sommer-und-Hochsaison-Geschäft. Das Langzeiteinkommen kümmert all das nicht.

Kurzzeitvermietung: die Obergrenze und ihre Kosten

Die Kehrseite ist real. An der ganzen Riviera erzielen gut geführte Kurzzeitwohnungen pro Quadratmeter deutlich mehr als ihr Langzeit-Pendant — eine starke Seeufer-Einheit kann bei guter Auslastung und korrekt angesetzten Sommerraten brutto CHF 50.000–80.000 erzielen. Doch hinter dieser Schlagzeile verbergen sich drei Kosten:

Langzeitvermietung: stabiles Einkommen, geringer Aufwand

Ein langfristiger Mietvertrag tauscht den Gipfel gegen das Plateau. Eine typische 2–3-Zimmer-Wohnung in Montreux kostet etwa CHF 2.200–3.500/Monat — CHF 26.000–42.000 pro Jahr. Das ist weniger als in einem guten Kurzzeit-Jahr, aber es ist nahezu garantiert, verteilt über zwölf Monate und läuft nach der anfänglichen Vermietung fast von selbst.

Für Eigentümer, die nicht an der Riviera wohnen oder bereits einer Arbeit nachgehen, ist der Unterschied im Zeitaufwand enorm. Mit einem Verwaltungsmandat kassieren Sie meist nur noch die Miete und erhalten Abrechnungen.

Entscheidende Waage

Kurzzeitvermietung riskiert leere Nächte und verlangt ständige Aufmerksamkeit; die Langzeitvermietung tauscht eine tiefere Obergrenze gegen Gewissheit. In einem sich verschärfenden Kurzzeitmarkt 2026 ist diese Gewissheit für die meisten Eigentümer mehr wert als früher.

Der Vergleich für Eigentümer im Überblick

KriteriumKurzzeit (Airbnb)Langzeit (Mietvertrag)
Typisches Jahreseinkommen (Familienwohnung)CHF 50–80k (im besten Fall)CHF 26–42k
PlanbarkeitSaisonal, variabelSehr hoch
Aufwand / ZeitHoch, wöchentlichTief nach Vermietung
AuslastungsrisikoSinkend (RevPAR −15 % YoY)Keines (Mieter vorhanden)
RegulierungKantonale Kurzzeitregeln + SteuernOR-Mieterschutz, indexiert
Am besten, wenn…Sie es managen können und Maximalertrag wollenSie Zeit und Gewissheit schätzen

Hausverwaltung/Régie, Mietzinskontrolle und die rechtliche Seite

Die Langzeitvermietung in der Schweiz ist stärker reguliert, als die meisten Eigentümer erwarten. Mietverhältnisse folgen dem Obligationenrecht (OR): Der Anfangsmietzins muss vertretbar sein, Erhöhungen müssen begründet sein (oft über den Referenzzinssatz), und die Kündigung folgt strengen Formvorschriften. Wer das falsch macht, setzt sich als Eigentümer unnötigen Risiken aus.

Genau das übernimmt eine Hausverwaltung / Régie für Sie: einen konformen Anfangsmietzins, Mieterprüfung, durchsetzbare Verträge, Indexierung innerhalb der Regeln und den gesamten administrativen Zyklus. So wird das oben beschriebene Szenario mit «geringem Aufwand» zu einem wirklich aufwandsfreien.

So entscheiden Sie — ein einfaches Framework

  1. Ihre Zeit. Können Sie die meiste Zeit des Jahres realistisch Gästewechsel abwickeln? Wenn nicht, ist die Langzeitvermietung die ehrliche Standardwahl.
  2. Ihr Ziel. Maximalertrag mit Toleranz für Volatilität → Kurzzeitvermietung. Stabile, planbare Renditen → Langzeitvermietung.
  3. Die Immobilie. Eine Premium-Seeufer-Einheit mit hoher Sommermachfrage begünstigt Kurzzeitvermietung; eine Standard-Familienwohnung eignet sich oft besser für Langzeit.
  4. Ihr Engagement. Wenn Sie ein nahezu passives Eigentum möchten, erteilen Sie langfristig ein Verwaltungsmandat — Sie behalten den Ertrag ohne den Alltag.

Sie können auch kombinieren: eine klar überlegene Kurzzeitwohnung auf Airbnb belassen und eine Standardwohnung oder einen Teil des Portfolios langfristig vermieten. Viele Eigentümer an der Riviera betreiben beides.

Nicht sicher, welcher Weg zu Ihrer Immobilie passt?

Wir beraten beim Kauf und verwalten anschliessend beides — kurzfristig durch dasselbe Team hinter Riviera Host und langfristig unter einer korrekten Schweizer Hausverwaltung/Régie. Ein Gespräch, ehrliche Zahlen.

Mit Riviera Host Immobilien sprechen

Häufig gestellte Fragen

Ist Kurzzeit- oder Langzeitvermietung in Montreux profitabler?

Auf dem Papier bringt die Kurzzeitvermietung pro Nacht mehr — der Sommer-ADR an der Riviera liegt bei CHF 150–400 und gut geführte Inserate können CHF 50.000–80.000 pro Jahr erzielen —, doch die Auslastung sinkt (um 11–18 % im Jahresvergleich) und die Verwaltung ist deutlich aufwendiger. Die Langzeitvermietung liefert ein stabiles, planbares Einkommen mit deutlich weniger Aufwand, und 2026 schliesst sich die Lücke zunehmend.

Unterliegt die Langzeitvermietung in der Schweiz der Mietzinskontrolle?

Ja. Langfristige Mietverhältnisse in der Schweiz folgen dem Obligationenrecht und können vor übermässigen Mieten und Erhöhungen geschützt werden. Eine professionelle Hausverwaltung/Régie übernimmt den konformen Anfangsmietzins, die Indexierung und das formelle Kündigungsverfahren, damit Eigentümer innerhalb der Regeln bleiben.

Wie viel kann man mit einer Wohnung in Montreux langfristig verdienen?

Eine typische 2–3-Zimmer-Wohnung in Montreux wird langfristig für etwa CHF 2.200–3.500 pro Monat vermietet. Über ein Jahr sind das CHF 26.000–42.000 — weniger als in einem guten Kurzzeit-Jahr, dafür nahezu garantiert und fast ohne Aufwand.

Was sollte ich bei einem Zweit- oder Ferienwohnsitz an der Riviera wählen?

Das hängt von Ihrem Ziel und Ihrer Zeit ab. Wenn Sie maximalen Ertrag wollen und bereit sind, Wechsel und Marketing zu managen, gewinnt die Kurzzeitvermietung. Wenn Sie Planbarkeit und geringen Aufwand schätzen, ist die Langzeitvermietung unter einer Hausverwaltung/Régie die sicherere Standardlösung.

Bahram Khanlarov
Bahram Khanlarov

Gründer von Riviera Host & Riviera Host Immobilien. Seit über 8 Jahren verwaltet er Kurzzeitvermietungen an der Schweizer Riviera; eingetragen für Immobilienvermittlung und Liegenschaftsverwaltung.